wochenlyrik: Arme

Es gibt Arme,
die halten dich fest,
ohne, dass du danach fragst;
du spürst sie,
egal, wo du dich gerade befindest;
manchmal weißt du gar nicht,
dass sie da sind,
weil du nur mit dir selbst beschäftigt bist,
und stellst erst hinterher fest,
dass sie dich weitergetragen haben;

Es gibt Arme,
die besitzen eine Konstanz in deinem Leben,
denn irgendwie
verschwinden sie nie;
auch wenn du an einen Punkt kommst,
an dem du sie gern abschütteln willst …
Du glaubst zeitweise,
dass du es geschafft hast,
dass du sie los bist
und freust dich
über deine Unabhängigkeit,
bis du merkst, dass sie
dir sogar dabei geholfen haben.

Es gibt Arme,
die in allen Situationen
genau das Richtige tun:
Immer wieder umschließen sie dich schützend,
wenn du dich bedroht fühlst;
oder sie öffnen sich,
um die Welt zu dir zu lassen;
manchmal schütteln sie dich auch kräftig durch,
damit du lebst,
damit dir klar wird,
dass du hier bist,
und damit du realisierst,
was in dir steckt.

Es gibt Arme,
in die lässt du dich
immer wieder fallen,
weil du dir ihrer sicher bist
und sie dich nie wegstoßen.

Es gibt Arme,
die sind einfach da,
egal, ob du willst oder nicht;
und auch, wenn du
es nicht immer zugibst:
Du brauchst sie –
und sie brauchen dich …

Skulptur

 

 


                                                 

wochenlyrik
der Versuch, jede Woche ein eigenes Gedicht zu posten – alt/neu, fertig/unfertig, …

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