wochenlyrik: Sonne atmen

Haare

Du schüttelst den Kopf,
deine Haare frohlocken,
gibst ihnen Zeit
zu leuchten,
Licht zu sammeln
und damit zu begeistern;

dein Lachen klopft
den Staub
von meinen Sinnen,
bannt mich
in die Farben
deiner Beobachtung;

du scheinst
Sonne zu atmen,
doch nie
zu verglüh’n,
und dein Funkeln
lässt mich wieder seh’n

                                                 
wochenlyrik
der Versuch, jede Woche ein eigenes Gedicht zu posten – alt/neu, fertig/unfertig, …

wochenlyrik: Baum & Wind

Baum im Wind

Wenn die Blätter im Wind rauschen,
höre ich deine Stimme,
die mir zuflüstert,
wie groß deine Liebe für mich ist

Ich halte inne
und sehe den Bäumen zu,
wie sie ihre Köpfe neigen
und sich vor mir verbeugen

Ich möchte mit den Zweigen tanzen,
während der Wind mein Haar durchstreift,
wie er es jeden Morgen wiederholt,
wenn du von mir gehst

Und ich möchte der Wind sein,
der dich begleitet
und der die Äste wiegt,
wenn du am Abend zurückkehrst.

                                                 
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wochenlyrik: Oliven im Glas

Nacht

Oliven im Glas,
ich mag sie nicht,
so schwarz wie dein Haar,
erinnern an dich

mach das Licht an
und merke,
es ist Nacht zwischen uns
und draußen
fängt zwischen den Vögeln
der Frühling an

mach das Fenster auf
und höre,
es ist Nacht zwischen uns
und draußen
beginnt zwischen den Wolken
der neue Tag

Die Oliven im Glas,
sie bleiben schwarz,
schwarz wie dein Haar,
schwarz wie die Nacht

                                                 
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