wochenlyrik: Das Gleis nebenan

Bühne

In meinen Augen tanzt das Wasser
und die Müdigkeit, sie brennt darin.
Mir scheint, als seien
Armeen auf den Straßen,
bin überzeugt,
ihr Ziel bin ich.

Ich steh auf ihrer Bühne,
das Ensemble hat heut frei,
sie geben mir die Rolle vor,
für eine Probe fehlt die Zeit,
schon fällt der Vorhang
und ich bin ganz allein.
Sie sehen gar nicht,
was ich spiele,
doch am Ende
da applaudieren sie
mit ganzer Kraft,
weil ihr Stück lief,
auch ohne das geübte Personal.

Am Gleis nebenan
da fährt kein Zug,
da liegen Schuhe an den Schienen
und Flaschen jeder Art,
doch mir ist das total egal,
ich hab den Schein gewahrt.

 

                                                 
wochenlyrik
der Versuch, jede Woche ein eigenes Gedicht zu posten – alt/neu, fertig/unfertig, …

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