wochenlyrik: Irrland

Irrland

Es waren Mythen,
die ich hörte
und Träume daraus spann,
die mich ins Fremde zogen
ohne Wiederkehr;

wohin ich kam,
so gar nicht unbekannt,
und doch
hab ich mich
gleich verirrt;

Im Grün
verlor ich mich
und fand mich
dann im Meer,

da bin ich nun
und bleibe auch,
wie Fabelwesen
das so tun

                                                 

wochenlyrik
der Versuch, jede Woche ein eigenes Gedicht zu posten – alt/neu, fertig/unfertig, …

wochenlyrik: Ich bleibe, weil ich schreibe

Schreiben-Leben

Ich lebe nicht,
ich schreibe;
einzig deshalb
bin ich hier;
und wer fragt,
warum ich bleibe,
weiß nicht viel
von dem Papier –
leer,
bis Worte es erklimmen.

Poesie
– der Zweck dafür.

 

                                                 

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wochenlyrik: Aufbrechen

Zuggleis - Aufbrechen

Ich halte deine Hand,
sehe dir in die Augen;
es ist nicht gut,
dass du weinst.
Ich versuche, mit dir zu gehen –
wohin, das weiß ich noch nicht.
Ich glaube deinen Worten,
beobachte deine Schritte ganz genau;
Du träumst und denkst allein.
Was werden wird –
das kann ich dir nicht sagen.

Deine Haut fühlt sich klebrig an,
meine ebenso;
Ich spüre dein Zögern und deine Angst;
Du zitterst unter deinen Tränen.
Meine Hände halten deine Wangen,
mein Blick ruht auf dir;
du redest nicht,
du weinst.

 

                                                 

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