wochenlyrik: Aufbrechen

Zuggleis - Aufbrechen

Ich halte deine Hand,
sehe dir in die Augen;
es ist nicht gut,
dass du weinst.
Ich versuche, mit dir zu gehen –
wohin, das weiß ich noch nicht.
Ich glaube deinen Worten,
beobachte deine Schritte ganz genau;
Du träumst und denkst allein.
Was werden wird –
das kann ich dir nicht sagen.

Deine Haut fühlt sich klebrig an,
meine ebenso;
Ich spüre dein Zögern und deine Angst;
Du zitterst unter deinen Tränen.
Meine Hände halten deine Wangen,
mein Blick ruht auf dir;
du redest nicht,
du weinst.

 

                                                 

wochenlyrik
der Versuch, jede Woche ein eigenes Gedicht zu posten – alt/neu, fertig/unfertig, …

wochenlyrik: Herzschlag

Schwäne - Wir - Melodie
Körper vibriern im Takt
Moment,
 Moment.
nicht weiter;
Haut zittert rythmisch
Brust dehnt sich stakkato
Sekunde,
 Sekunde!
Mund spielt ein Wort
Augen summen im Chor
langsam,
 ganz langsam
Wir
– das ist doch eine Melodie!?

                                                 
wochenlyrik
der Versuch, jede Woche ein eigenes Gedicht zu posten – alt/neu, fertig/unfertig, …

wochenlyrik: Ich warte noch

Tür

Ich öffne das Fenster,
ein Fenster zu dir,
ich spare nicht
an Worten,
lasse dich
mit meinen Augen sehen,
schenke dir Gedanken,
widme dir meinen Puls

Ich öffne dir die Tür,
die Tür zu mir,
du trittst nicht ein,
verschwindest schweigend

Ich schließe langsam die Tür –
nicht ganz,
ich lasse
einen Spalt
                                                 
wochenlyrik
der Versuch, jede Woche ein eigenes Gedicht zu posten – alt/neu, fertig/unfertig, …