wochenlyrik: Am Rande der Stadt

Stadtrand

Ich bin das Gefühl,
das mich trägt
über Nacht,
wo der Tag schläft,
während ich auf morgen warte
und dem Sein ein Lachen abkaufe.
Ich werde eins mit dem Licht,
denn da ist nichts außer Tag
in der Dunkelheit,
vergessen am Rande der Stadt,
die über mich rollt,
als sei ich gestorben;
und sie lacht,
weil das Sein auf micht wartet,
während ich trunken vor Schlaf
in die Nacht gehe,
als sei es meine letzte.

 

                                                 
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der Versuch, jede Woche ein eigenes Gedicht zu posten – alt/neu, fertig/unfertig, …

wochenlyrik: Vergessene Realität

Götter der Nacht

Oh Götter der Nacht,
warum schickt ihr mir diese Träume,
die mir zeigen,
wie falsch ich liege
mit meiner Einschätzung des Tages?

Ich schrecke auf
und weiß nichts mehr,
doch fühle mich bedroht.

Vergessene Realität,
die ihr mir offenbart,
bin benommen
von den Geschichten,
die mir gehören,
doch nicht meine sind.

Zersprungene Gefühle,
die jede Nacht aufs Neue
an meine Tür klopfen;
Widersprüchliche Zeitpläne,
die das Chaos zu ordnen versuchen.

Und über allem thront ihr,
Götter der Wünsche,
die tief unten warten,
bis ihr sie ruft,
um mir zu beweisen,
was ich bin,
wenn ich nicht herrsche,
Sinnbild eurer Macht
über alles Sehen und Erleben.

Träume sind Wahrnehmung,
vom Wissen verdrängt,
von euch geboren,
um zu siegen,
oh Götter der Nacht,
verlasst mich nicht!

                                                 
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wochenlyrik: Oliven im Glas

Nacht

Oliven im Glas,
ich mag sie nicht,
so schwarz wie dein Haar,
erinnern an dich

mach das Licht an
und merke,
es ist Nacht zwischen uns
und draußen
fängt zwischen den Vögeln
der Frühling an

mach das Fenster auf
und höre,
es ist Nacht zwischen uns
und draußen
beginnt zwischen den Wolken
der neue Tag

Die Oliven im Glas,
sie bleiben schwarz,
schwarz wie dein Haar,
schwarz wie die Nacht

                                                 
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